Autor/in: Maria Adams, Geistliche Leitung KOLPING Deutschland
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23. Dezember 2025

Die kleinen Wunder lassen das Unmögliche möglich werden…
 

Sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias geben. Elisabeth widersprach: „Nein, er soll Johannes heißen.“ „Aber es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.“ So fragten sie seinen Vater, den stummen Zacharias, durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. Der schrieb auf ein Täfelchen: „Johannes ist sein Name.“ Und alle staunten. Im gleichen Augenblick konnte Zacharias Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott. (aus Lukas 1,57 ff)

Der Tag vor dem Fest ist für viele eher mit Beschäftigungen gefüllt als mit Besinnung: was alles zu erledigen ist, letzte Einkäufe, Verpacken von Geschenken, Vorbereitungen fürs Menü. Bleibt da noch Raum für Unerwartetes?

Wir finden bei Lukas das Wunder vor dem Wunder, das kleine Wunder vor dem großen Ereignis der Menschwerdung Gottes. Als Kind gehörloser Eltern hat mir die Erzählung um den stummen Priester und frischgebackenen Vater Zacharias immer die Tränen in die Augen getrieben. Die Namensgebung seines Sohnes - den Widerständen aus der Verwandtschaft zum Trotz - und der Geist Gottes bewegen diesen alten Mann so sehr, dass er seine Sprache wiederfindet. Was hätten wir als Kinder darum gegeben, wenn unser stummer Vater plötzlich gesprochen hätte! Von außen ein kleines Ereignis, aber für uns hätte es die Welt bedeutet: Papa spricht! (Übrigens heißt mein Vater auch Johannes…)

Am Tag vor dem Fest wünsche ich uns, dass wir sie erfahren, die kleinen Wunder. Weil kleine Wunder anzeigen, dass größere Wunder möglich sind. Gesegnete Weihnachten!

Maria Adams, Geistliche Leitung KOLPING Deutschland

 
 
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