Autor/in: Peter Jansen, Köln
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26. Dezember 2025

Freude und Leid
 

Noch haben wir „O du fröhliche“ und „Stille Nacht“ im Ohr, da fährt uns am 2. Weihnachtsfeiertag der Märtyrertod des Stephanus in die gottesdienstliche Weihnachtsstimmung. Geburt und Tod hintereinander. Muss das denn sein? Auf der anderen Seite stellt sich mir die Frage, ob das nicht das Leben pur ist, so wie wir es tagtäglich in der Familie erleben: Heute die Geburt des Enkelkindes oder Urenkels, morgen der Tod der Oma – Freude und Leid liegen eng beieinander – Krippe und Kreuz sind aus dem gleichen Holz geschnitzt. 

Der schnelle Wechsel ist etwas, das uns schwerfällt und Beweglichkeit erfordert – Veränderung von einem auf den anderen Tag. Im Kopf können wir das nachvollziehen, mit dem Herzen fällt das schon schwerer. Und doch wird es von uns immer wieder gefordert, in der Gesellschaft und in der Kirche. Was gestern noch vertraut war, das ist heute dramatisch anders. Pfarreien werden ins Unermessliche vergrößert, Gemeinden aufgegeben, Kirchen geschlossen und beliebte Seelsorgende werden versetzt und die Stelle nicht wiederbesetzt. Keine Zeit für Trauerarbeit, keine für die Feier bei einem freudigen Ereignis. Und gefühlt dreht sich das Rad immer schneller. 

Wenn wir in den beiden Weihnachtstagen von Christus her denken, der für uns Retter und Anker ist, dann heißt die Botschaft des Stephanus heute: „Der Himmel steht uns (wieder) offen, (darum singt mein Herze Gloria!)“ Eine starke Botschaft für das Kommende!

Peter Jansen, Köln

 
 
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